Trockentauchen

5 SK Trockentauchen

5.1 Kursziel
Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit der Bedienungs- und
Bewegungstechnik beim Tauchen mit Trockentauchanzügen vertraut
gemacht werden. Nach Abschluss des Kurses soll er
• größeres Vertrauen zum Trockentauchen und Kenntnisse über die
Besonderheiten besitzen,
• mehr Sicherheit durch korrekte Handhabung und spezielle
Übungstechniken erworben haben,
• die Einschätzung des Leistungsvermögens bei Nutzung des eigenen
Trockentauchanzuges verbessert haben.

5.2 Voraussetzungen
Mindestalter:
16 Jahre; bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der
sorgeberechtigten Eltern (in der Regel beider Elternteile) erforderlich.
Ausbildungsstufe:
DTSA *; ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend
der VDST-Äquivalenzliste.
Anzahl der Pflichttauchgänge: 40.
Sonstiges:
Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung nach den Richtlinien des VDST,
nicht älter als 2 Jahre, bei Bewerbern über 40 Jahren nicht älter als 1 Jahr.

5.3 Ausbilderqualifikation
Ausbilder: VDST-CMAS-Tauchlehrer**/***, VDST-CMAS-Instrukteure sowie
vom VDST oder dessen Partnerverbänden zugelassene Tauchlehrer.

5.4 Theoretischer Teil
Unterrichtseinheiten: 2
Lehrinhalte:
• Entwicklung des Trockentauchens
• Isolationseigenschaften und Wärmehaushalt
• Konstruktion und Aufbau der verschiedenen Anzugtypen
• Funktionsweise und Leistungsmerkmale der verschiedenen Bauteile
• Bedienung und Handhabung (praktisch)
• Wartung und Pflege

5.5 Praktischer Teil
Anzahl der Tauchgänge:
3
Ausrüstung:
• Trockentauchanzug mit frei zugänglichem Entlüftungsventil und
Inflator für den Bewerber
• Taucherjacket ist nicht vorgeschrieben
• Trockentauchanzug oder halbtrockener Tauchanzug für den Ausbilder
• Markierbojen mit 8-10 Millimeter dicken Leinen und 10 Kilogramm
Grundgewicht (Achtung: keine freien Leinenenden)
• Kleine handliche lichtstarke Taucherlampen mit kurzer
Befestigungsleine, die den Übungsablauf nicht behindern dürfen
Die Tauchgänge sollen in strömungs- und wellenfreiem Wasser bei 4-10 °C
Wassertemperatur, mindestens 3-5 Meter Sichtweite und maximal 25
Meter Tiefe durchgeführt werden. Bei den Tauchgängen soll folgendes
geübt werden:
• Aufstieg unter kontrollierter Luftabgabe über das Entlüftungsventil mit
simulierter Dekopause
• Abstieg ohne bzw. mit geringer Luftzugabe mit anschließendem Stopp
unter Einsatz des Inflators
• Aufstieg mit Flossenschlag ohne Luftzugabe in den Anzug
• Aufstieg über Kopf und Umdrehen während des Aufstieges (Flossen
nach unten)

5.6 Erfolgskontrolle
Der Ausbilder stellt fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht
hat. Dies geschieht im theoretischen Teil in Form von Lehrgesprächen und
im praktischen Teil durch zielorientierte Beobachtung.
Übungsabschnitte, bei denen der Bewerber Unsicherheiten aufweist, sollen
nur dann unmittelbar wiederholt werden, wenn hierdurch kein Risiko für
Bewerber und Ausbilder entsteht. Eventuell können zunächst Vorversuche
aus geringerer Tiefe durchgeführt werden.

5.7 Beurkundung
Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem SK sind ein Einkleber
für den Taucherpass und eine Urkunde.




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