Nachttauchen

4 SK Nachttauchen

4.1 Kursziel
Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit der sicheren Planung,
Vorbereitung und Durchführung von Nachttauchgängen vertraut gemacht
werden. Nach Abschluss des Kurses soll er als sicherer Mittaucher einer
Gruppe
• die besonderen Probleme und Gefahren bei Nachttauchgängen
beherrschen können
• die richtige Ausrüstung für Nachttauchgänge zusammenstellen können
• Orientierungshilfen bei Nacht nutzen können
• sich im Hinblick auf den Umgang mit dem Tauchpartner vor, während
und nach dem Tauchgang korrekt verhalten können

4.2 Voraussetzungen
Mindestalter:
16 Jahre; bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der
sorgeberechtigten Eltern (in der Regel beider Elternteile) erforderlich
Ausbildungsstufe:
DTSA *; ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend
der VDST-Äquivalenzliste
Anzahl der Pflichttauchgänge:
25
Sonstiges:
• Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung nach den Richtlinien des
VDST, nicht älter als 2 Jahre, bei Bewerbern über 40 Jahren nicht älter
als 1 Jahr.
• Der Bewerber soll über Kenntnisse in der UW-Navigation verfügen, am
besten durch Teilnahme an dem SK Orientierung beim Tauchen.

4.3 Ausbilderqualifikation
Ausbilder: VDST-CMAS-Tauchlehrer*/ **/***, VDST-CMAS-Instrukteure
sowie vom VDST oder dessen Partnerverbänden zugelassene
Tauchlehrer.

4.4 Theoretischer Teil
Unterrichtseinheiten: 2.
Lehrinhalte:
• Auswahl und Bewertung von Nachttauchplätzen
• Tauchgangplanung und -vorbereitung
• Nachttauchausrüstung, insbesondere Lampentechnik (Lichtstärke,
Brenndauer, Anzahl, Leuchtstäbe)
• Veränderte Bedingungen bei Nachttauchgängen
• Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Markieren der Ausstiegsstelle, UWNachtzeichen)
• Notfallplanung
• Hilfsmittel für die UW-Orientierung
• Nachttauchgänge vom Boot aus
• Biologische Besonderheiten bei Nachttauchgängen
• Gewässerschutz

4.5 Praktischer Teil
Anzahl der Tauchgänge:
2
Die Tauchgänge sollen vorzugsweise von Land (in strömungsfreiem
Wasser bei maximal 15 Meter Tiefe) aus durchgeführt werden. Der erste
Tauchgang soll in sicherem und seichtem Ufergebiet ohne bzw. mit wenig
Bewuchs (Pflanzen, Korallen) sowie bei Sonnenuntergang beginnen. Der
zweite Tauchgang soll am nächsten Tag bei Dunkelheit beginnen und
bereits selbständiges Handeln der Kursteilnehmer beinhalten.
Grundsätzlich sollen nur Nullzeittauchgänge durchgeführt werden. Bei den
Tauchgängen soll folgendes geübt werden:
• Auswahl des Tauchplatzes, Uferverhältnisse, Ein- und
Ausstiegsmöglichkeiten
• Planung von Nachttauchgängen vor Ort
• Sicherheitsvorkehrungen entsprechend der theoretischen
Vorbereitung
• Orientieren (Kompass, Gelände, Mond, Lichtsignale)

4.6 Erfolgskontrolle
Der Ausbilder stellt fest, ob der Bewerber das jeweilige Kursziel erreicht
hat. Dies geschieht im theoretischen Teil in Form von Lehrgesprächen und
im praktischen Teil durch zielorientierte Beobachtung.

4.7 Beurkundung
Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem SK sind ein Einkleber
für den Taucherpass und eine Urkunde.




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