Gruppenführung

2 SK Gruppenführung

2.1 Kursziel
Der Bewerber soll in Theorie und Praxis mit den Grundelementen der
Gruppenführung und deren Zusammenwirken vertraut gemacht werden.
Nach Abschluss des Kurses soll er
• die Grundelemente der Gruppenführung kenne,
• Erfahrungen über deren Zusammenwirken innerhalb der Tauchgruppe
besitzen
• Gruppenmitglieder einschätzen können
• auf die Gruppenmitglieder eingehen können
• die Kommunikation innerhalb von Tauchgruppen sicherstellen können
• Tauchgruppen über und unter Wasser absichern können
• die Aufgaben der Sicherungsgruppe kennen

2.2 Voraussetzungen
Mindestalter:
15 Jahre; bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der
sorgeberechtigten Eltern (in der Regel beider Elternteile) erforderlich
Ausbildungsstufe:
DTSA *; ersatzweise genügt eine vergleichbare Qualifikation entsprechend
der VDST-Äquivalenzliste
Anzahl der Pflichttauchgänge:
15
Sonstiges:
Gültige Tauchtauglichkeitsbescheinigung nach den Richtlinien des VDST,
nicht älter als 2 Jahre, bei Bewerbern über 40 Jahren nicht älter als 1 Jahr

2.3 Ausbilderqualifikation
Ausbilder: VDST-CMAS-Tauchlehrer*/**/***, VDST-CMAS-Instrukteure
sowie vom VDST oder dessen Partnerverbänden zugelassene
Tauchlehrer.

2.4 Theoretischer Teil
Unterrichtseinheiten:
4
Durch separate Betrachtung der einzelnen Grundelemente der
Gruppenführung sollen die wichtigsten Zusammenhänge dieses komplexen
Gebietes deutlich gemacht werden. Ebenso soll das Zusammenwirken
dieser Elemente innerhalb von Gruppen dargestellt werden. Die
Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, bei der Durchführung von
Tauchgängen als Gruppenführer Sicherheit und Ruhe ausstrahlen zu
können, sicher aufzutreten und agieren und Tauchgänge im Ergebnis
sicher gestalten zu können. Außerdem sollen Rolle und Aufgaben einer
Sicherungsgruppe (an Land oder an Bord) behandelt werden.

Lehrinhalte:
• Techniken zur Führung über und unter Wasser
• Elemente der Gruppenführung
• Kommunikation in der Gruppe
• Eingehen auf die Gruppenteilnehmer
• Briefing und Nachbriefing
• Beobachten, Entscheiden und Reagieren bei Vorkommnissen
• Orientierung als Sicherheitselement
• Rolle der Orientierung bei der Gruppenführung
• Aufgaben der Sicherungsgruppe an Land oder an Bord
• Führen von Tauchgangslisten

2.5 Praktischer Teil
Anzahl der Praxismodule:
4
Die Tauchgänge sollen als gezielte praktische Übungen die Theorie
untermauern und dem Bewerber Gelegenheit bieten, diese unter Anleitung
anzuwenden. Die Tauchgänge sollen in 3-er- bis maximal 5-er-Gruppen (je
nach Sichtweite unter Wasser) durchgeführt werden. In jeder Tauchgruppe
soll ein erfahrener Assistent mittauchen, der als Beobachter Vor- und
Nachbriefing moderiert, damit der Tauchgang optimal vorbereitet und das
beim Tauchgang Erlebte aus neutraler Sicht analysiert und in einen
möglichst hohen Erkenntniseffekt umgesetzt wird. Für alle Tauchgänge
und -gruppen werden kleine Aufgaben aus der Tauchpraxis gestellt, die zu
lösen sind, um das Umsetzen der erlernten Theorie in die Praxis zu üben.
Bei jedem Tauchgang wird eine Sicherungsgruppe eingeteilt, um auch
diese Aufgabe ständig zu üben. Es sollen folgenden Aspekte der
Gruppenführung geübt werden:
• Organisation der Tauchgruppe
• Durchführung der Briefings
• Lernen, wie die Verantwortung für eine Gruppe getragen werden kann
• Kennenlernen von Verhaltensweisen, mit denen Gruppen geführt
werden können
• Beobachten der Gruppe im Wasser
• Erfassen von Vorgängen beim Tauchen innerhalb der Gruppe
• Lernen, auch kleinen Vorkommnissen die nötige Aufmerksamkeit zu
schenken
• Treffen, Mitteilen und schnelles Umsetzen von Entscheidungen in
Richtung Sicherheit
• Ansprechen von Vorgängen während des Tauchganges beim
Nachbriefing

Nachbriefing:
Im Nachbriefing wird der abgelaufene Tauchgang unter der Moderation des
Assistenten analysiert. Das besondere Augenmerk liegt dabei auf den
Punkten, die in der Theorie besprochen wurden und die durch die Praxis
vertieft werden sollen. Besonders wichtig ist der Aspekt, dass jeder
Teilnehmer dazu ermuntert werden soll, ohne Hemmungen seine Sicht der
Dinge zu erläutern. Diese Vorgehensweise dient allen Gruppenmitgliedern
als Rückmeldung für Verhalten, Handlungen, Reaktionen während der
Tauchgänge mit dem Ziel, daraus zu lernen.

2.6 Erfolgskontrolle
Der Ausbilder stellt gemeinsam mit den Assistenten fest, ob der Bewerber
das jeweilige Kursziel erreicht hat. Dies geschieht im theoretischen Teil in
Form von Lehrgesprächen und im praktischen Teil durch Analyse der
Tauchgänge im Hinblick auf die Umsetzung der Lerninhalte.
Durch unterschiedliche Zusammensetzung der Tauchgruppen bei den
verschiedenen Tauchgängen mit wechselnden Teilnehmern und
Assistenten und wechselnder Gruppenführung soll eine objektive
Beurteilung erreicht werden.

2.7 Beurkundung
Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an dem SK sind ein Einkleber
für den Taucherpass und eine Urkunde.


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